Kommt jetzt für Wackernheim der Super Gau (Algesheim )?

Gerade hat der Ortsgemeinderat mit 10:9 Stimmen beschlossen, Fusiongespräche mit Gau-Algesheim ( kein Scherz ) aufzunehmen.

Ortsbürgermeisterin Vogt enthielt sich der Stimme - sie hätte dieses mit ihrer Stimme verhindern können.

Die Stadt Ingelheim kriegt mitten in den Fusionsgesprächen einen Tritt vor die Stirn.

Man kann davon ausgehen, dass die Stadt Ingelheim die Fusionsgespräche mit Wackernheim beenden wird - eine vertrauensvolle Partnerschaft ist mit Wackernheim offensichtlich nicht möglich.

Mit großer Enttäuschung hat der Heidesheimer Ortsbürgermeister Martin Weidmann den Beschluß des Wackernheimer Rates, Alternativgespräche hinsichtlich einer Fusion mit der VG Gau - Algesheim zu führen, aufgenommen.

Weidmann zeigt sich enttäuscht, waren die Gespräche zwischen den Beteiligten bis zuletzt sehr konstruktiv und vor allem auf Augenhöhe.

Das die Wackernheimerin Ortsbürgermeisterin, Frau Vogt, allerdings den gemeinsamen Antrag in der letzten Woche beim Gespräch im Innenministerium verheimlicht hat, bedeutet für ihn einen einen tiefen

Vertrauensverlust und zeigt , dass die Ortsbürgermeisterin zu keinem Zeitpunkt mit offenen Karten gespielt hat.

Dass dieser Beschluß die Meinung der Wackernheimer Bevölkerung spiegelt, zweifelt Weidmann an.

"Warum wehren sich einige Ratsmitglieder so vehement gegen einen Bürgerentscheid ?" fragt Weidmann kritisch.

Für den Ortsbürgermeister ist klar, dass die Verhandlungen mit Ingelheim seitens der Heidesheimer weitergeführt werden.

Weidmann ist sich sicher, dass der Fusion zwischen den beiden Gebietskörperschaften nichts mehr entgegensteht.

" Heidesheim hält weiter Kurs in Richtung Ingelheim"

 

Stellungnahme zum Beschluss des Ortsgemeinderates Wackernheim zur Aufnahme von Verhandlungen mit der VG Gau-Algesheim

Mit großem Unverständnis hat der Ingelheimer Oberbürgermeister Ralf Claus auf den Beschluss des Wackernheimer Ortsgemeinderates, nun auch Verhandlungen über eine mögliche Fusion mit der Verbandsgemeinde Gau-Algesheim zu führen, reagiert. "Diese Entscheidung steht in krassem Widerspruch zu unserer vor über einem Jahr gemeinsam gefassten Beschlussfassung und ist ein Affront gegenüber allen, die seit Monaten sehr intensiv, offen und vertrauensvoll mit der Erarbeitung der Grundlagen für eine Eingemeindung von Heidesheim und Wackernheim nach Ingelheim befasst sind ", empört sich Claus. Man sei gerade in den letzten Wochen sehr gut vorangekommen. Und alle Beteiligten waren sich einig gewesen im Juni den Räten die vereinbarten Entscheidungsgrundlagen für eine Beschlussfassung über die angekündigten Bürgerentscheide vorlegen zu können. Dabei wurde von Ingelheimer Seite deutlich signalisiert, dass man bereit sei auf die Wackernheimer Vorstellungen im Zusammenhang mit einer Eingemeindung - soweit kommunalrechtlich zulässig -sehr weitgehend einzugehen.

Er werde nun, so der Ingelheimer OB weiter, dem Stadtrat vorschlagen die Gespräche mit Wackernheim auszusetzen. "Ich werde aber auch um Zustimmung bitten mit Heidesheim alleine weiter zu verhandeln", so Claus. Er hoffe, dass entgegen der bisherigen Vorgabe des Landes, die nur eine Eingemeindung beider Ortsgemeinden Heidesheim und Wackernheim vorgesehen hat, auch ein Zusammenschluss nur mit Heidesheim alleine möglich sein wird. "Ich werde mich zur Klärung dieser Frage unverzüglich mit dem Innenministerium in Verbindung setzen" so Claus abschließend.