Klassik-Konzert begeisterte Heidesheim.

Klassik-Konzert begeisterte Heidesheim.

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Die 40 Musikerinnen und Musiker des Streichorchesters der Integrierten Gesamtschule Ingelheim (IGS) und die 35 Sängerinnen und Sänger des Chores „Klangfarben“ in Heidesheim durften sich nicht nur über eine bis auf den letzten Platz gefüllte Kirche freuen.

Der reiche Beifall der Zuhörer war Lohn für ein ansprechendes Klassik-Konzert in der katholischen Pfarrkirche.

Fast schon der Höhepunkt des Konzerts zu Beginn: Chor und Orchester musizierten „Alles, was ihr tut“ von Dietrich Buxtehude.

Es gelang trotz der großen Zahl der Mitwirkenden, die polyphonen Achtelbewegungen der Komposition sehr gut herauszuarbeiten. Bereits im  nächsten Stück,  „Concerto a Cinque“ (Albioni), konnte das Orchester seine eigentliche Stärke ausspielen, nämlich die volle Klangfülle von vierzig Streichern.
Vivaldis „Violinkonzert“, sicherlich das schwerste und auch das längste Stück des Abends, wurde nur von ...

 

einem Doppelquartett aus fortgeschrittenen Orchestermitgliedern gespielt, wobei Lena Bauer und Lena Berg  souverän die Solopartien der ersten Violine meisterten.

Der Chor „Klangfarben“ glänzte mit drei  a capella-Stücken: Dem romantischen „Locus iste“ (Bruckner), dem Notre Père (französisches „Vater unser“, Duruflè) und dem fast heroischen „Laudate“ (Nystedt). Sehr überzeugen konnten die Streicher dann bei “Adagio for Strings“ (Barber).

Die dichten Klangbilder der Komposition animierten einen Zuhörer zu der Bemerkung: „Beim Zuhören assoziiert man unwillkürlich einen breiten, ruhigen Fluss, der gemächlich durch eine wunderschöne Naturlandschaft fließt“ – ein treffendes Bild für das Stück und die orchestrale Interpretation.

Es folgten noch „Chanson triste“ (Tschaikowsky) und „Humoresque“  (Dvorak), bevor dann Chor und Orchester „Dextera Domini“ (Rheinberger ) musizierten, übersetzt „Gottes gewaltiger Arm“.

Beeindruckend, wie dieses Bild musikalisch umgesetzt wurde.
Christoph Steiner, Leiter des Schulorchesters, kann sich über fehlenden Nachwuchs nicht beklagen, auch wenn das Orchester durch einige ehemalige Mitglieder und Lehrer verstärkt wurde.

Bei der großen Fluktuation in Schulorchestern garantieren diese eine gewisse Kontinuität.

Auch beim Chor „Klangfarben“ ist der Nachwuchs gesichert.

Es machen viele junge Menschen mit, auch in den Männerstimmen, und  für Projektsänger ist immer Platz.

Andreas Hesping-Barthelmes ist Dirigent des Chores, und beim Konzert dirigierte er auch die gemeinsamen Stücke.