Neues aus der Fusionswerkstatt vom 27.1.2015

Großwinternheim ist mehr als zufrieden!


In der jüngsten Fusionswerkstatt vom 27. Januar 2015 erschien der eingeladene Ortsvorsteher Ronald Wenckenbach aus Großwinternheim und teilte den anwesenden Kommunalpolitikern aus Heidesheim und Wackernheim mit, wie es Großwinternheim seit der Eingemeindung nach Ingelheim im Jahre 1972 ergangen ist.

Worte wie „Loyalität“, „gutes Klima“ oder „harmonisch“ tauchen in seinen Schilderungen mehrfach auf.

„Wir haben alles bekommen, was wir wollten – und noch mehr!“, erklärte Wenckenbach.

Das hatte man schon im Vorfeld Gerüchte weise gehört, nun wurde es vor allen Anwesenden wiederholt.
Was konnten die Zuhörer soviel offenkundiger Zufriedenheit noch an kritischen Fragen entgegen halten?

Mussten sich nicht alle bisher gehegten Befürchtungen vor der Eingemeindung nach  Ingelheim von alleine auflösen?
Das war nicht der Fall. Dies offenbarte der sich anschließende Workshop, in dem die Runde aufgefordert war zu besprechen, auf welche Weise die zulässigen Bedingungen für eine Eingemeindung fixiert werden könnten.

Mehrheitlich war man der Auffassung, dass hierfür der Eingemeindungsvertrag und das Fusionsgesetz des Landes in Betracht kommen.
Es wurden Überlegungen geäußert, bereits im Fusionsvertrag Einfluss auf die Zusammensetzung der politischen Gremien (Stadtrat, Ausschüsse) zu nehmen.

Die BLH wünschte sich eine Bevorzugung der örtlichen Parteien, mithin auch der eigenen Vertreter und Vertreterinnen.
Die FWG, Herr Hüttemann, fragte, was denn ein Vertrag wert sei, wenn sich die Zusammensetzung des Stadtrates ändere?

Vertreter der FWG Wackernheim wollten die politische Einflussnahme der örtlichen Parteien im Fusionsvertrag sichern, indem "immer einer aus den einzelnen Orten" in den Stadtratsgremien präsent ist.

Hier klingt die Sorge an, dass die Fusion sich auf das Schicksal des einen oder anderen Ratsmitglieds negativ auswirken könnte.

In den nächsten  Wochen sollen zunächst bilaterale Gespräche geführt werden, bevor nach den Osterferien wieder die Fusionswerkstatt tagt.

Hannelore Schmelzer